Aal

Aal (c) PMX in Wikimedia

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lateinischer Name: Anguilla anguilla
Weitere Namen: Flussaal
internationale Namen: GB: Eel
F: Anguille
I: Angulla
E: Anguila
Vorkommen: Larven im Salzwasser, Jungtiere von ca. 3 bis 10 Jahre Süßwasser wie Flüsse, Bäche und sogar Seen, Wanderung zum Laichen ins Salzwasser
Fanggebiet: europäische Küsten- und Binnengewässer
Familie: Anguillidae
Weitere Arten: Meeraal - Conger conger - reiner Meeresbewohner
Muräne - Muraenidae - auch nur in Meeren beheimatet, ca. 30 verschiedene Arten
Aussehen: Er hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europäische Aal hat ein oberständiges Maul, das heißt der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann.
Fleisch: fest, wohlschmeckend aber auch recht fett
Gräten: grätenarm
Nährwerte / 100g: 281 kcal / 1174 kj
15 g Eiweiß
24,5 g Fett
4 µg Jod
0,9 g Omega-3-Fettsäuren
Handel und Zubereitung: grüner Aal - frischer ganzer Fisch
geräuchert - ganzer Fisch
eignet sich zum Braten oder Kochen
Bedrohung: stark gefährdet
Für Angler: Aale werden beim Grundfischen erbeutet; als Köder dienen Würmer (besonders Tauwurm oder Mistwurm) sowie Käse. Angler weisen darauf hin, dass Aale nach dem Anbiss möglichst rasch gelandet werden sollten, da sie gerne um Hindernisse unter Wasser herumschwimmen und sich so festsetzen. Die beste Tageszeit ist Abends oder Nachts
Besonderheiten: Der Aal wandert als Larve mit dem Golfstrom über den Atlantik nach Europa. Bleibt dann 4 bis 10 Jahre in Flüssen und Seen, wandert dann zum Laichen wieder in die Saragossasee, wo sie dann auch sterben.
Aale sind in der Lage, beachtliche Strecken über feuchtes Land zurückzulegen, denn sie können den lebensnotwendigen Sauerstoff über die Haut aufnehmen.
Zusatzwissen: Die oft verbreitete Aussage, Aale seien Aasfresser, resultiert aus ihrem Versteckverhalten, was früher durch das Auslegen von Tierschädeln zum Fang genutzt wurde. Diese Fangmethode wurde in der Blechtrommel von Günter Grass literarisch zwar sehr schön, fachlich aber grundfalsch beschrieben. Aale haben einen extrem guten Geruchssinn und nehmen nur frische Kost an.
Aalblut ist giftig, wenn es in offene Wunden oder in die Augen gelangt, kann es Entzündungen hervorrufen.

Unser Lieblingsrezept:

Hamburger Aalsuppe


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